Donnerstag, 24 September 2020

Narrenzunft Gloggasäger Ertingen

Zunftbeschreibung

ErtingenDas über 800 Jahre alte Ertingen, einst Mittelpunkt des Eritgaus, besaß zeitweilig sogar die Stadtrechte und ist heute die größte Dorfgemeinde im Landkreises Biberach.

Narrenruf :  Heini  -  Hanooo

www.gloggasaeger.de

Für die einzelnen Maskenbeschreibungen bitte klicken

Der Gloggasäger

GloggasaegerDie Gloggasäger,die der Zunft den Namen gaben, wurzeln in der alten Begebenheit aus dem Jahre 1854. Es war früher üblich zum ,,Stürmen" (Sturm läuten) am Klöppel der Sturmglocke ein zweites Seil in der Form zu befestigen, daß von zwei Seiten jeweils ein Mann anziehen und so die Glocke lauter ertönen lassen konnte. Nun geschah es aber, daß die Glocke einen Sprung (Riß) bekam. Damit die Glocke beim Läuten nicht mehr ,,schättere", beschloß die Gemeinde den Sprung heraussägen zu lassen. Nach getaner Arbeit stellte man aber fest, daß der Klöppel nun zu lang war. Die Ertinger werden für diese Torheit noch heute die Gloggasäger genannt.

Der Daiber

(Einzelmaske) stellt einen Bauern um 1850 in Arbeitskleidung dar.
Der Daiber versinnbildlicht den oberschwäbischen, nachdenklichen und überlegenen Menschen, der lieber nochmal nachdenkt, bevor er etwas tut. Daiber heißt auch Wiederkäuer.

Der Hägehenker

Haegehenker(Einzelmaske) stellt einen Bauern um 1850 in seiner Festtagskleidung dar.

Die Hexe

Ertinger HexDie Hexen,reiten auf einer ,,Kuzengabel" (Schürofengabel), auf Besen oder tragen Pfannen mit Schmalz umher, um die vorübergehenden anzurußen. Alle anderen, die keine Pfanne haben, tragen große Geißeln (Peitschen) mit denen sie aus Leibeskräften ,,schnellen" (knallen). Truppweise rennen diese Hexen unter schrecklichem Geheul im Dorfe herum und belästigen jedermann.

Der Röthenbächler

RothjpegDiese Maskengruppe begleitete die Narrenzunft das erste Mal im Jahr 2004.
Der Röthenbächler stellt einen Müller um 1500 in der Bekleidung der armen Bevölkerung dar.
Er trägt ein unifarbenes hellblaues Arbeitshemd, der Kragen und die Armabschlüsse sind in dunkelblau gehalten. Die Beinkleidung besteht aus einer knielangen beigen Hose, weiße lange Kniestrümpfe, und braune wadenhohe Schuhe. Dazu trägt er beige Handschuhe . Sein Gesicht ist mit einer Holzmaske verhüllt. Als Kopfbedeckung trägt er eine weiße Gugel. Über der linke Schulter trägt er einen weißen Schlauch. (Mehlsack)
Die Holzmaske zeigt ein verschmitztes Gesicht.

Der Bockreiter, das Scheuwiesenweible und der Heinibegleiter

Der Bockreiter, das Scheuwiesenweible und der Heinibegleiter sind weitere Einzelmasken.

Brauchtum braucht Partner